Taucherkirche und Taucherfriedhof


Im Jahr 1553 wurde die Marienkapelle aus dem der Stadt gehörendem Taucherwald bei Uhyst nach Bautzen an den heutigen Standort der Taucherkirche umgesezt. Im Jahr 1587 erfolgte der Anbau eines Hospitals an die Kirche. Durch den Ratsbaumeister Wenzel Röhrscheidt wurde in den Jahren 1598/99 nach Sturmschäden die Kirche neu erbaut. Nach erheblichen Beschädigungen wurde die Kirche in den Jahren 1620 bis 1639 wieder aufgebaut und im Jahr 1627 mit ihrem bemerkenswert schiefem Dachstuhl versehen.
Der Dachreiter stammt aus dem Jahr 1662. In den Jahren 1778 bis 1859 wurde die Kirche mehrmals beschädigt und umgebaut, sowie im Jahr 1899 das Hospital abgebrochen. Nach dem Jahr 1917 erfolgte eine grundlegende Erneuerung der Kirche, die 1926 abgeschlossen wurde. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1954 eine Überholung der Orgel durch die Firma Eule Orgelbau sowie eine Renovierung des Kircheninnenraumes.

Gottesdienste und Taufen fanden zunächst nur noch selten und dann seit 1982-1988 nicht mehr statt. Am 25.05.1997 gründete sich die Stiftung Taucherkirche, die sich zur wesentlichen Aufgabe den baulichen Erhalt der über 400jährigen Kirche gemacht hat. Seitdem ist es gelungen, dem Gotteshaus eine neues Dach, Schallschutzfenster, neuen Außenputz, einen renovierten Innenrum und ein schön renoviertes Südportal zu verschaffen, um nur Einiges aufzuzählen. Zuletzt konnte zum Jahresende 2004 die neue Beleuchtung für die Kirche angeschafft werden.
Als nächste große Aufgabe steht die Generalüberholung der Kohl-Orgel an, für die ca. 42.000 € Kosten veranschlagt werden. So gehen die Bemühungen der Stiftung um Spendengelder weiter und sie ruft alle Freunde der Taucherkirche auf, dieses Vorhaben finanziell zu unterstützen.
Die Taucherkirche dient als Gottesdienstraum, so auch für Trauerfeiern und seit 1997 als Veranstaltungsraum für Konzerte. Diese finden in der Konzertsaison in der Regel am 2. Sonntag im Monat von März/April bis November statt.
Der Friedhof wurde 1523 eingeweiht, erhielt 1630 seine erste Einfriedung. In den Jahren 1598-1899 wurde er mehrmals erweitert und 1885 eine Leichenhalle gebaut. Bemerkenswert sind die barocke Grufthausstraße (18.Jh.) sowie zahlreiche Grabdenkmale (17.-19. Jh.). Die Franksche Gruft, ein zweistöckiger quadratischer Bau von 1745, stammt von F.G. Francke,der ihn für sich und zum Andenken für seine Frauen und ein Kind hat bauen lassen.
Die Opfer der Kämpfe um Bautzen von 1945 sind in schlichten Massengräbern im Ostteil des Friedhofes beigesetzt.

Die Stiftung Taucherkirche ist weiterhin auf Spenden angewiesen.
Kontonummer: 3344
Bankleitzahl: 855 900 00
Volksbank Bautzen
Verwendungszweck: Stiftung Taucherkirche



Stiftung Taucherkirche


Am 25. Mai 1997 gründete die Kirchgemeinde mit einem Kapital von 12.000 DM die Stiftung Taucherkirche. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung bei der baulichen Instandsetzung. Es wird alljährlich eine Konzertreihe organisiert. Bisher konnten der Kirchgemeinde mehr als 120.000 Euro für die Erneuerungsarbeiten zur Verfügung gestellt werden. Davon wurden in den Jahren 2000 bis 2002 mitfinanziert: die Sanierung des Dachstuhls und die Erneuerung der Dachziegel, die Reparatur des Putzes und ein neuer Außenanstrich, der Einbau einer Toilette, der Einbau von Schallschutzfenstern und die Restaurierung des Südportals.