Lutherhaus


1868 wurden in Sachsen Staat und Kirche getrennt. Der Stadtrat übergab den beiden Kirchgemeinden St. Petri und St. Michael die Kirchen, Pfarrhäuser und Friedhöfe als Eigentum, führte aber die Verwaltung der Kirchgemeinde als bezahlte Dienstleistung weiter.

1923 übernahmen die Kirchgemeinden die Verwaltung vom Stadtrat. Es fehlte aber ein eigenes Verwaltungsgebäude. 1935 wurde das Lutherhaus als Sitz des Pfarramtes St. Petri erbaut. Bald darauf brach in Bautzen der Kirchenkampf aus. Superintendent Berg wandte sich der Bekennenden Kirche zu und wurde daraufhin durch den Altnationalsozialisten Schneider ersetzt. Den 2. Weltkrieg überstanden die Bautzener Kirchen und die anderen Gebäude der Kirchgemeinde bis auf Glasschäden und einige Einschüsse.

Heute befindet sich im Lutherhaus die Kasssenzentrale für umliegende evangelische Gemeinden im ostsächsischen Raum.