Der Anfang

Bautzens Kirchengeschichte beginnt um das Jahr 1000, als eine Kapelle für die deutsche Burgbesatzung errichtet wurde.

Schon bald wurde mit dem Bau einer Stadtkirche begonnen, Bautzen oder mit dem historischen Namen Budissin war damals der Mittelpunkt des sorbischen Gaues Milska, welcher das Lößlehmgebiet um Bautzen umfasste. Um das Jahr 1213 wurde vom Meißener Bischof Bruno das Kollegiatstift St. Petri gegründet, welches eine Gemeinschaft von sieben Priestern war, die den Auftrag hatten, das Kirchenwesen in der Oberlausitz durch Gründung neuer Gemeinden und die Ausbildung von Priestern aufzubauen. Bereits 1218 wurde einer von ihnen „scolasticus“, d.h. Lehrer oder Schulverantwortlicher genannt, woraus geschlossen werden kann, dass bereits zu diesem Zeitpunkt die erste Bautzener Schule bestand. 1221 wurde die Petrikirche als Stadt- und Stiftskirche geweiht.