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Die Anstaltskirche

Bautzen war eine konservative und königstreue Kleinstadt. Dies bewog die sächsische Staatsregierung, hier 1904 die Landesstrafanstalt mit eigener Kirche zu errichten. Die Beamten der Anstalt und die Gefangenen bildeten bis 1945 die rechtlich selbständige Anstaltsgemeinde. In den Jahren nach 1945 war das "Gelbe Elend" ein berüchtigter Ort der Verfolgung Andersdenkender. Tausende fanden hier den Tod. Seit 1990 kümmert sich der aus dem Raum der Kirche hervorgegangene "Brücke e.V." um Straffälligenhilfe. Hinter der Anstalt auf dem sogenannten Karnickelberg wurde im Jahre 2000 eine Gedächtniskapelle für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft errichtet.